Dunkle Wolken kommen nicht aus dem Nichts

Mit diesem Beitrag verlasse ich kurzfristig den Tagebuchmodus um einige Hintergrundinformationen preis zu geben.

Vorsicht, dieser Text könnte triggern!!!

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Es klingt alles bislang sehr schön und rund und ich bin auch guter Dinge. Doch immer wieder holen dunkle Wolken Jane ein und rauben ihr den Atem und Schlaf. Ungerechtigkeit und Hilflosigkeit hinterlassen böse Narben…

Was nach ruhigen und vertraulichen Gesprächen an die Oberfläche kam, hatte ich ja bereits kurz angedeutet.

Borderline, Depressionen, so etwas kommt nicht von ungefähr. Ich werde hier keine Details nennen, doch Jane hat wirklich, wirklich viel einstecken müssen in ihrem Leben. Von klein auf wurde sie körperlich, sexuell und psychisch misshandelt. Neben ihrer Erkrankung trägt sie auch körperliche Stigmata.

Nachdem sie dann vom Jugendamt den Pflegeeltern weggenommen wurde folgten Heim, Adoptiveltern mit übergriffigen Verwandten und dann eine Art Öko-Internat, in der es trotz „Wir sind nun alle Happy und umarmen Bäume“, ganz massives Mobbing und Schlägereien unter den „glücklichen Bewohnern“ gab.

Zusätzlich folgten dann auch noch familiäre sexuelle Misshandlungen, die anschließend mit Bezug auf einen bekannten „Psychologen, der Familienaufstellungen macht, heruntergespielt beziehungsweise Jane gesagt wurde, dass sie selbst Schuld daran sei. So etwas passiere nur, wenn man es will.
Zitat: „Er sieht im sexuellen Missbrauch keine persönlich zu verantwortende Tat sondern „den Tätern, seien es Väter, Großväter, Onkel oder Stiefväter, wurde etwas vorenthalten, oder es wird etwas nicht gewürdigt, und der Inzest ist dann ein Versuch, dieses Gefälle auszugleichen“

Es kam nie zu einer Anzeige – beide Täter leben noch und sollten besser ganz ganz vorsichtig sein.

Danke an die Psychologen, die Jane halfen, ihr Leben wieder lebenswert zu finden und ihr halfen mit ihrer Vergangenheit zu leben. Vergessen tut man nie!

All dies schürt in mir ein riesiges Maß an Verständnis. Wenn Situationen oder einzelne Worte Jane plötzlich triggern, kann ich sie nun besser verstehen, auffangen und „in Sicherheit bringen“.

Danke Jane, dass Du Dich mir schon jetzt anvertraut hast. Du hast Dich nicht verändert – nur dass ein Lächeln von Dir nun noch viel stärker leuchtet, als vorher!

Lieber Leser: Ich schreibe das hier damit Du siehst, dass Dein Leben trotz sexuellem Missbrauch und Gewalt lebenswert sein kann! Gib nicht auf, irgendwann wird es dank professioneller Hilfe besser!

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